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Aktualisierung der A1:2024-Änderung

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Lesezeit: 2 min

Arbeitssicherheit: Was ändert sich mit der Änderung A1:2024 zur Norm EN ISO 20345:2022
Die Welt des Fußschutzes entwickelt sich weiter. Kürzlich wurde die Änderung A1:2024 zur Norm EN ISO 20345:2022 eingeführt, dem europäischen Referenzstandard für Sicherheitsschuhe. Dieses Update stellt die Norm nicht völlig auf den Kopf, führt aber grundlegende technische Korrekturen für die Zulassung und Qualität der Fußbekleidung ein.
Hier sind die Eckpunkte, die jeder Branchenexperte kennen sollte:
1. Neue Bewertungskriterien bei den Tests
Die Änderung macht die Labortests präziser und in einigen Fällen weniger restriktiv bei rein ästhetischen Mängeln:

  • Stoß und Druck: Bei der visuellen Inspektion nach dem Test gilt das Ergebnis nur dann als FAIL (negativ), wenn Unterbrechungen beim Lichtdurchlass festgestellt werden.
  • Biegung der Sohle: Während des Biegetests wird ein eventueller Bruch der Metall-Durchtrittschutzsohle nicht mehr als „Versagen“ gewertet. Der Fokus liegt stattdessen stärker auf der Gesamtintegrität des Schuhs.
  • Sohlenhaftung: Bei mehrschichtigen Sohlen muss die Haftungsprüfung nun akribisch zwischen allen beteiligten Schichten durchgeführt werden, insbesondere in der Beugezone (dem kritischsten Punkt beim Gehen).


2. Komfort und Atmungsaktivität
Einige Änderungen betreffen die Innenmaterialien und das Feuchtigkeitsmanagement:

  • Wasserdampf: Der maximal zulässige Bereich, der als „nicht dampfdurchlässig“ gilt, wird von 25 % auf 50 % erhöht, was eine größere Flexibilität beim technischen Design des Schuhs ermöglicht.
  • Durchtrittsicherer Einsatz: Wenn der durchtrittsichere Einsatz (oder die Brandsohle) mit einer Membran beschichtet ist, müssen keine Tests zur Wasseraufnahme/-abgabe und zum Abriebwiderstand mehr durchgeführt werden. Dies vereinfacht die Zertifizierungsprozesse für spezifische Modelle.


3. Erweiterter Schutz: Durchtritt und Scuff Cap
Die Messlatte für den mechanischen Schutz wird höher gelegt:

  • Durchtrittschutz PS: Bei nicht-metallischen Einsätzen (3-mm-Nägel) wird nun auch der „Zelteffekt“ bewertet. Dabei wird beobachtet, wie stark sich der Einsatz unter Druck verformt, bevor er eventuell durchdrungen wird.
  • Durchtrittsichere Einsätze, die gleichzeitig als Brandsohle dienen, dürfen keine Löcher aufweisen und müssen neuen Positionierungsvorgaben folgen.
  • Die Überkappe (Scuff Cap): Eine sehr praktische Neuerung. Es wurde eine Prüfung eingeführt, um sicherzustellen, dass die Verstärkung an der Spitze den Kontakt zwischen Obermaterial und Boden effektiv verhindert, wenn sich der Arbeiter in knieender Position befindet.

Warum ist das wichtig?
Diese Aktualisierungen stellen sicher, dass Sicherheitsschuhe nicht nur „auf dem Papier“ sicher sind, sondern den realen Belastungen auf der Baustelle oder in der Werkstatt standhalten. Für Unternehmen bedeutet dies, sich auf Produkte verlassen zu können, die nach noch strengeren und transparenteren Kriterien zertifiziert sind.


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